Institut f√ľr Arbeits-, Umwelt- & Flugmedizin

Biologische Arbeitsstoffe

Mehr Beschäftigte als allgemein vermutet sind bei ihrer Tätigkeit Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren) und dem Gefährdungspotential von Zellkulturen und humanpathogenen Parasiten, die beim Menschen Infektionen, sensibilisierende oder toxische Wirkungen hervorrufen können, ausgesetzt.

Der nötige Schutz muss nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern auch die Patienten oder Kunden umfassen. Daher sind sorgsame Hygienemaßnahmen im Sinne der Biostoffverordnung vonnöten.

Wir helfen Ihnen, Ihre Mitarbeiter und Kunden optimal zu sch√ľtzen. So erhalten Sie Rechtssicherheit und werden vor Regressanspr√ľchen bewahrt.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Wir bieten Ihnen u.a. die folgenden Leistungen:

  • Durchf√ľhrung der notwendigen Gef√§hrdungsbeurteilung
  • Formulierung und Implementierung von organisatorischen Schutzma√ünahmen
  • Beratung bei der Anpassung von technischen L√∂sungsans√§tzen
  • Erstellung von Hygienepl√§nen und Hygienemanagementsystemen
  • Schulung Ihrer Mitarbeiter und F√ľhrungskr√§fte
  • Arbeitsmedizinische Untersuchung / Impfungen nach der Verordnung √ľber arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbmedVV)

Warum sind biologische Arbeitsstoffe gefährlich?

Von Mikroorganismen (auch genetisch veränderten), Zellkulturen und unkonventionellen Agenzien können Infektionskrankheiten, Allergien oder durch deren Produkte und bei Einwirkungen entstandene schädigende Stoffe (z.B. Endotoxine) Krankheiten hervorgerufen werden.

Aufgrund des Infektionsrisikos werden 4 Risikogruppen unterschieden:

Stoffe der Risikogruppe 1 rufen im allgemeinen beim Menschen keine Krankheiten hervor.
Beispiele: Methanbakterien, Bifidobakterien in der Molkerei, Essigsäurebakterien.

Stoffe der Risikogruppe 2 k√∂nnen beim Menschen Krankheiten hervorrufen und eine Gefahr f√ľr Arbeitnehmer/innen darstellen.
Beispiele: Legionellen, Tetanuserreger, Polioviren.

Stoffe der Risikogruppe 3 k√∂nnen beim Menschen schwere Krankheiten hervorrufen und eine ernste Gefahr f√ľr Arbeitnehmer/innen darstellen.
Beispiele: Milzbranderreger, Tuberkuloseerreger, AIDS-Erreger.

Stoffe der Risikogruppe 4 k√∂nnen beim Menschen schwere Krankheiten hervorrufen und eine ernste Gefahr f√ľr Arbeitnehmer/innen darstellen. Die Gefahr einer Verbreitung in der Bev√∂lkerung ist gro√ü, normalerweise ist eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht m√∂glich.
Beispiele: Ebola-Viren, Lassa-Viren.

Arbeitgeber/innen haben die biologischen Arbeitsstoffe entsprechend ihrem Infektionspotential einer der Risikogruppen zuzuordnen.

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Wie erfolgt die Aufnahme biologischer Arbeitsstoffe?

  • √ľber die Atemwege
  • √ľber die Haut und Schleimh√§ute
  • √ľber den Verdauungstrakt

 Wann gilt die Verordnung biologische Arbeitsstoffe?

Die Verordnung √ľber biologische Arbeitsstoffe ist nur anwendbar, wenn Arbeitnehmer/innen mit Stoffen oder an Einrichtungen t√§tig werden m√ľssen, die biologische Arbeitsstoffe enthalten k√∂nnten.

Die im Jahre 1999 zum Schutz Besch√§ftigter in Kraft getretene und zum Januar 2005 zuletzt ge√§nderte Biostoffverordnung fasst diese Organismen unter dem Begriff “Biologische Arbeitsstoffe” zusammen; sie enth√§lt die grundlegenden Anforderungen zum Schutz Besch√§ftigter vor Infektionsgefahren und differenziert zwischen gezielter (z.B. mikrobiologische Laboratorien) und nicht gezielter T√§tigkeit (z.B. Abfallwirtschaft).

Ausgangspunkt aller Schutz√ľberlegungen ist dabei die Gef√§hrdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz, die in der Biostoffverordnung zum Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen konkretisiert wird. Bei erh√∂hter Infektionsgef√§hrdung sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und ggf. Schutzimpfungen gefordert. Hierzu sind insbesondere im ¬ß12,15,15a und im Anhang IV der Verordnung zum Jan. 2005 Neuerungen in Kraft getreten. Technischen Regeln (TRBA) geben Hilfestellung (z. B. Einstufung von Bakterien in Risikogruppen) oder zu besonderen Arbeitsbereichen (z. B. Tierhaltung, Labor, usw.).

Rechtliche Grundlagen bei “gezielten” und “nicht gezielten” T√§tigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen

√úber nachfolgende Links gelangen Sie zu den rechtlichen Grundlagen im Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen Europ√§ischen Recht -Richtl. 2000/54/EG Bundesrecht -Arbeitsschutzgesetz Biostoffverordnung, -die dazu erlassene Biostoffverordnung -BioStoffV-, -die dazu ver√∂ffentlichten -TRBA und Beschl√ľsse Berufsgenossenschaftliche Regelungen -der gewerblichen BGen -der Unfallkassen (√∂ffentl. Bereich).

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