Institut fĂĽr Arbeits-, Umwelt- & Flugmedizin

Bildschirmarbeitsplätze und Bildschirmarbeitsplatzbrille

Das Sehen am Bildschirm stellt hohe Anforderungen an die Augen. Um Beschwerden, Kopfschmerzen, nachlassende Leistungsfähigkeit und rasche Ermüdung zu vermeiden, sollten Sie einen Blick auf die richtige Gestaltung Ihres (Heim-) Arbeitsplatzes werfen.

Bildschirmarbeitsplätze sind Arbeitsplätze, bei denen als bestimmendes Element ein Bildschirm als Arbeitsinstrument eingesetzt wird. Eine Reihe von gesundheitlichen Beschwerden kann durch die Bildschirmtätigkeit verursacht werden.

In der Regel ist eine Korrektur der Sehschärfe mit einer Universalbrille möglich. Bei einzelnen Mitarbeitern (vorwiegend ältere Beschäftigte ab dem 50. Lebensjahr) kann jedoch eine spezielle Bildschirmarbeitsplatzbrille erforderlich werden, die dann vom Arbeitgeber je nach Vereinbarung bezahlt wird.

Aufstellungsfragen

Ihren Arbeitsplatz können Sie zwar mit Kalendern, Bildern Ihrer Liebsten, Kaffeetassen und ähnlichem dekorieren. In Sachen Aufstellung und Ausrichtung haben Sie in der Regel weniger Freiheiten. Trotzdem sollten Sie versuchen, auf folgende Faktoren zu achten. Besonders wichtig für ein ermüdungsfreies, angenehmes Sehen sind:

  • eine blendfreie Aufstellung des Monitors senkrecht zur Fensterfläche
  • eine blendfreie Raumbeleuchtung
  • eine möglichst hohe Bildwiederholfrequenz des Monitors
  • eine deutliche und kontrastreiche Darstellung der Buchstaben
  • eine gut lesbare Buchstabengröße
  • ein auf die individuellen BedĂĽrfnisse einstellbarer Stuhl und Schreibtisch
  • die richtige Anordnung von Monitor
  • Tastatur und Vorlage im Blickfeld, eine ergonomisch gĂĽnstige Sitzhaltung
  • die korrekt angepasste Brille

AuĂźerdem sollte Ihr Bildschirm flimmerfrei sein. Bei der horizontalen Bildfrequenz von 60 Herz (Bilder pro Sekunde) kann man das Flimmern subjektiv noch gut wahrnehmen. Aber auch bei höheren Frequenzen bekommen manche Personen noch Kopfschmerzen und Unwohlsein. Empfehlenswert ist eine Bildwiederholrate von mindestens 85 Herz, besser noch 100 Herz. Falls Sie nicht sicher sind ob Ihr Bildschirm „augenfreundlich“ eingestellt ist, sollten Sie dies in den entsprechenden Einstellungen an Ihrem System prĂĽfen und gegebenenfalls eine höhere Bildwiederholrate einstellen.

Gesetzliche Grundlagen

Als arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung dient der von den Berufsgenossenschaften empfohlene Untersuchungsgrundsatz G37, dessen Ziel die Erfassung gesundheitlicher Beschwerden durch die Bildschirmtätigkeit ist (asthenopische, orthopädische und neurologische Beschwerden, ergonomische Aspekte). Die Untersuchung ist freiwillig und wird vom Arbeitgeber Mitarbeitern mit mindestens 2 Stunden täglicher Bildschirmtätigkeit angeboten.

Bei Beschäftigten unter 40 Jahre wird die Untersuchung alle 5 Jahre, bei Mitarbeitern über 40 Jahre alle 3 Jahre empfohlen. Bestandteil der Untersuchung ist ein Sehtest, der zur Erkennung einer Sehminderung dient. Werden die Mindestanforderungen hinsichtlich der Sehschärfe nicht erreicht, erfolgt die Empfehlung zur augenärztlichen Kontrolle.

Bildschirmarbeitsplatzverordnung:

http://www.bundesrecht.juris.de/bildscharbv/index.html

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Belastung der Augen

Augenerkrankungen durch die elektromagnetischen Strahlen des Bildschirms sind bis jetzt nicht nachgewiesen worden. Bleibende organische Schäden durch die Bildschirmarbeit braucht man deshalb nicht zu befürchten. Überdies sind die Monitore in den Jahren immer strahlungsärmer geworden.

Die Tätigkeit am Computer stellt aber hohe Anforderungen an die Augen. Pro Tag wechselt der Blick von Bildschirmbenutzern rund 30.000 mal zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor hin und her. Dabei müssen sich die Augen immer wieder an verschiedene Helligkeiten und Kontraste anpassen und in unterschiedliche Entfernungen blicken, um immer wieder ein scharfes Bild zu erzeugen. Die Betrachtung der vielen kleinen Details auf dem Bildschirm, eine oft unnatürlich starre Kopf- und Körperhaltung und ein hohes Maß an Konzentration wirken belastend. Die Folge können typische Augenbeschwerden wie unscharfes Sehen, Doppelbilder, Blendung, Augenschmerzen, Tränen, Juckreiz, Druckgefühl, Brennen, rote Augen und Kopfschmerzen sein.

Besser sehen am Bildschirm: Wie geht das?

Sie können das Sehen am Bildschirm selbst mit ein paar einfachen Handgriffen positiv beeinflussen. Das Sehen am Bildschirm wird bestimmt durch:

  • die Sehschärfe und andere Sehleistungen. Sie hängen in erster Linie von der Helligkeit, der Bildschärfe, dem Kontrast und dem ungestörten Zusammenspiel beider Augen ab
  • den Sehkomfort. Er wird hauptsächlich durch die Farbwiedergabe und die Harmonie der Helligkeitsverteilung am Arbeitsplatz beeinflusst
  • das visuelle Ambiente. Dies wird u.a. durch Lichtfarbe, Lichtrichtung und Schattigkeit bestimmt

Das wechselseitige Zusammenwirken von Sehschärfe, Sehkomfort und Ambiente bestimmt den Raumeindruck und die Raumatmosphäre. Fühlen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz wohl? Dann sehen Sie auch entspannter. Wenn nicht, dann beachten Sie doch einmal kritisch die oben angeführten Punkte und überlegen sich, was Sie ändern können. Schalten Sie rechtzeitig das Licht an, oder lassen Sie bei kräftiger Sonne die Jalousie herunter.

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